Man mag es kaum glauben, wenn man ein “modernes” Auto fährt, aber ja, tatsächlich gibt es beim Niva keine Kopfstützen in der Rücksitzbank.
Für die meisten ist das auch gar kein Problem, viele bauen Ihre Rückbank sogar aus, sei es um mehr Platz für den Transport zu schaffen, für den Hund oder den Campingausbau.
Anders sieht es aus, wenn auch mal Kinder oder andere Personen hinten sitzen sollen, dann machen Kopfstützen absolut Sinn.
In diesem Beitrag möchte ich euch zeigen, wie ich das ganze gelöst habe.
Erste Gedanken
Es gibt da ein, zwei Lösungen wie man in den Niva Kopfstützen bekommt, ich habe mich für Kopfstützen vom VW Golf 3 entschieden. Meines Wissens war, das die letzte Serie bei der man Kopfstützen nachträglich als Zubehör in das Fahrzeug bauen konnte.
Leider kann man die nicht so Plug-and-Play wie im Golf, einfach durch Anschrauben in den Niva pflanzen. Deshalb werden die Kopfstützen durch ein paar Schweißpunkte befestigt.
Kleine Anmerkung: Leider ist es mittlerweile fast nicht mehr möglich so etwas gebraucht bei eBay zu bekommen oder nur zu unrealistischen Preisen. Ich hatte seinerzeit noch Glück.
Die Alternative wären sogenannte “Nachrüstkopfstützen”. Diese werden einfach über die Rückbank gelegt.
Zum einen sind die auch recht teuer und zum anderen gefiel mir das optisch wie auch praktikabel überhaupt nicht.
Der Ausbau
Als Erstes kommt natürlich der Ausbau der Rücksitzbank. Das ganze lässt sich relativ einfach realisieren, ein paar Klips entfernen, 4 Schrauben lösen und zack ist die Rücksitzbank schon lose.
Vorher habe ich mir noch die Stellen markiert, wo die Kopfstützen mal hin sollen. Ich finde, das sieht man im Auto einfach besser als im ausgebauten Zustand.



Als Nächstes müssen noch ein paar Anbauteile entfernt werden, also alle Klipse der rückseitigen Plastikverkleidung entfernen und danach abnehmen.


Danach die kleinen Metallzähne (nur an den Seiten) aufbiegen, den Verschlussmechanismus abschrauben und die Alu Zierleiste entfernen. Nachdem noch ein paar Klemmbleche unter der Zierleiste entfernt werden, kann man den Bezug inklusive Schaumstoff noch vorne wegklappen.
Die unteren Metallzähne, die den Bezugsstoff halten kann man getrost so belassen, man muss nicht den kompletten Bezug abnehmen, ein Abklappen reicht vollkommen aus und es ist im Nachhinein einfacher den Bezug wieder aufzuziehen.




Kopfstützen anschweißen
Jetzt wo alles zerlegt ist, habe ich mir die Rückbank mit der Vorderseite nach oben auf einen Bock gelegt und die Kopfstützenhalter an die zuvor festgelegten Plätze gelegt.


Als nächstes, werden die Halter einfach mit ein paar Schweißpunkten befestigt.



Am Ende wird einfach alles wieder Rückwärts zusammengebaut.
Dabei ist es auch nicht notwendig den Schaumstoff an den Stellen, wo jetzt die Kopfstützen sitzen, auszuschneiden. Einfach wieder das Polster überziehen, spannen, befestigen und gut. Man sieht keinen optischen Unterschied und es drückt auch nichts im Rücken.

Ich bin mit dem Endergebnis zufrieden und es sieht nicht gebastelt aus 😉.
